Wehrkirche Pomßen
Im Eingangsbereich findet sich, so wie es in alten Kirchen üblich war, eine Taufkapelle. Sie gehört zu den ältesten Teilen der Kirche. In der Zeit der Renaissance und des Barocks wurde die Kirche erneuert und erweitert. Die Ausgestaltung, ihre reiche Bemalung und vor allem der kostbare Sandsteinaltar (um 1560, Freiberger Bildhauerschule des Andreas Lorentz) entstanden in dieser Zeit.
Sie gehört zu den kunstgeschichtlich wertvollsten Kirchen im Leipziger Raum. Stifter war die Familie von Ponickau. Der Sage nach sicherten drei goldene Brötchen, die im Schloss eingemauert gewesen sein sollen, das Glück der Familie, die für die Region um Grimma und für Pomßen von großer Bedeutung war.
Nach der Neuerrichtung des Turms und dem Einbau der Nordempore baute die Firma Richter die heute weit über Sachsen hinaus bekannte Orgel ein. Die Orgelweihe war am 22. März 1671. Sie ist die älteste Orgel Sachsens und gehört zu den ältesten Europas. In den Jahren 2000 und 2005/2006 erfolgte eine umfangreiche Rekonstruktion und Restaurierung der Orgel. Dank des Einsatzes des Orgelvereins, gefördert und unterstützt vor allem von Klaus Gernhardt und Professor Roland Börger in Zusammenarbeit mit der Firma Wegscheider, klingt die Orgel heute wieder wie in der Zeit ihrer Entstehung.
Das älteste bekannte und heute noch vorhandene Geläut entstand im Jahr 1685. Es stammt aus der Werkstatt des Glockengießers Johann Jakob Hoffmann aus Halle. Im Jahr 2014/15 wurde die Läuteanlage umfassend saniert.
Videoeinblick
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Kontakt
Kirchturm Pomßen
Hauptstraße
04668 Parthenstein OT Pomßen
Bettine Reichelt (Pfarrerin)
bettine.reichelt@evlks.de
Tel. 0176 25924443

