Kirche Otterwisch
Von außen sind die Dachreste des niedrigen, quadratischen Turmes sichtbar, der sich über dem romanischen Kirchenbau erhob. Der Gewölberaum unter dem Turm wurde zu unterschiedlichen Zeiten erweitert. Zwei große Kirchenerneuerungen prägen noch heute das Aussehen der Kirche. Während der ersten kam 1692 die noch heute stehende Kanzel von Johann Caspar Sandmann hinzu. Der Leipziger Bildhauer hat auch die Skulpturen für die Alte Handelsbörse seiner Stadt geschaffen.
1702 wurde der achteckige, barocke Aufsatz auf dem Kirchturm vollendet. 1799 kam die Turmbekrönung hinzu. Der Kirchturm hat eine Höhe von 45 m. Die Pläne für den zweiten Umbau erstellte der Kirchenbaumeister und Vertreter der Neogotik Theodor Quentin aus Pirna. Dunkles Holz hielt Einzug. Ein neues Deckengemälde wurde 1898 vom späteren Akademieprofessor in Dresden, Osmar Schindler, gemalt, der das dafür veranstaltete Preisausschreiben des Königreichs Sachsen gewonnen hatte. Es zeigt die Verklärung Christi.
Erneuert wurden auch Emporen, Altar und Orgel (Paul Schmeisser, Rochlitz). Die Vorhalle wurde angebaut, die nun Epitaphien derer von Hirschfeld beherbergt. Ein Zweig dieser Familie war im Spätmittelalter der vor Ort herrschende Landadel und Martin Luther und der Reformation eng verbunden.
Auf dem Turm läutet eine Glocke von 1790 (Friedrich Sieber, Leipzig). Zwei Glocken fielen dem Krieg zum Opfer. 1900 wurde der Friedhof an den Dorfrand verlegt.
Videoeinblick
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Kontakt
Kirchturm Otterwisch
Hauptstraße 1
04668 Otterwisch
Susann Donner (Pfarrerin)
susann.donner@evlks.de
034345 22008

