Kirche Naunhof
Am 1. Januar 1717 brannte die Kirche während des Stadtbrands aus. Wenige Wochen später stürzte auch noch das Gewölbe des Kirchenschiffes ein. Der Wiederaufbau dauerte bis 1724. Die Kirche wurde innen im barocken Stil gestaltet: mit Kanzelaltar, zwei Emporen und einer Kassettendecke im Schiff. Die Bleiglasfenster entstanden von 1896 bis 1900. Sie zeigen Jesus bei Maria und Martha (Lk 10,38ff), David und Mose mit Harfe, Krone und Gesetzestafeln, Petrus und Paulus mit Schlüssel und Schwert, Johannes und Jakobus mit Kelch, Schlange und Jakobsmuschel, Pilgerstab.
Die Kirche wurde 1930 im Stil des Art déco ausgemalt. Im Jahr 1995 gestaltete man den Innenraum neu und glich die Bemalung den alten Befunden am Altar an.
Im Turm ist das alte Turmuhrenwerk von 1735 erhalten; es wird aber nicht mehr benutzt.
Im Jahr 1712 wurde eine erste Orgel eingebaut. Bereits 1724 folgte ein zweiter Orgelbau, mit der die Naunhofer nicht glücklich wurden. Sie wurde 1784 vom Blitz getroffen. Die Schäden führten in 124 Jahren zu 14 Reparaturen. 1880 beauftragte die Gemeinde Hoforgelbaumeister Friedrich Ladegast aus Weißenfels, eine neue Orgel zu bauen. 1882 wurde sie eingeweiht. Ihre originalgetreue Restaurierung führte die Orgelbaufirma Wegscheider 2011 aus.
In den Jahren 2014 und 2019 entstanden für die Kirche zwei besondere Schmiedearbeiten der Kunstschmiedefamilie Widdermann (Hohenprießnitz): Die Türklinke am Hauptportal stellt in Anlehnung an das an einem Strebepfeiler der Kirche befindliche Wappen (vermutlich von Thilo von Throtha, Bischof von Merseburg) einen Raben dar. Der Osterleuchter ist im Symbol des Schmetterlings gestaltet und weist damit auf die Auferstehung. Beides wurde für die Kirche entworfen und von Hand geschmiedet.
Videoeinblick
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Kontakt
Kirchturm Naunhof
Breite Straße
04683 Naunhof
Sebastian Kress (Pfarrer)
sebastian.kress@evlks.de
(Ab Februar 2026)

