Kirche Kleinbardau
An der Decke des Kirchenraums sind 72 bemalte Felder mit alt- und neutestamentlichen Szenen und floralen Mustern zu sehen. Dass auch die Wände und das Gestühl ursprünglich reich ausgemalt waren, bezeugen einzelne, von den Restauratoren freigelegte Sichtfenster.
Die Kanzel mit Schalldeckel, an der Christus und die vier Evangelisten zu sehen sind, wird von einer Mosefigur getragen, die die Tafeln mit den zehn Geboten in der Hand hält. So wird auf besondere Weise zum Ausdruck gebracht, dass letztendlich alle christliche Verkündigung auf Mose und dem Alten Testament ruht. Ohne diese Säule hat nichts Bestand, was wir von Gott und Glauben sagen.
Eine weitere Besonderheit der Kirche ist die Orgel von Johann-George Friedlieb Zöllner von 1782, eine seiner ersten Orgeln. Diese sind ein bedeutender Zweig sächsischer Orgelbaukunst neben Gottfried Silbermann. Bis zu ihrer Erneuerung im Jahr 2018 schlief sie einen längeren Dornröschenschlaf und verwilderte, die Prospektpfeifen fehlten komplett. So blieb sie jedoch ohne Umbauten erhalten und ist Zöllners Konzeption am nächsten geblieben. Die Höfgener Zöllner-Orgel ist eine der jüngeren Schwestern der Kleinbardauer Orgel. Zöllner-Orgeln sind in ihrem Aussehen einander sehr ähnlich, da er Bauform und Größe immer beibehielt.
Die Kirche Kleinbardau besitzt eine Glocke von 1827 (Jauck, Leipzig), die auch heute noch vom Eingangsbereich der Kirche aus per Hand geläutet wird.
Videoeinblick
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Kontakt
Kirchturm Kleinbardau
Kleinbardauer Kirchstraße
04668 Grimma OT Kleinbardau
Susann Donner (Pfarrerin)
susann.donner@evlks.de
034345 22008

