Kirche Großbardau
Allerdings erhielt Grimma 1218 das Marktrecht. In der Folge dieser Entscheidung endete Großbardaus Zeit als regionales Zentrum. Die Kirche erlebte zahlreiche Umbauten. Der barocke Altar, der erst 1846 zum Kanzelaltar umgebaut wurde, erzählte ursprünglich die gesamte Heilsgeschichte vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern bis zur Himmelfahrt Christi.
Auch die Empore erzählt biblische Geschichten. Die Emporenbilder stammen nach derzeitigem Wissen aus barockem Bestand. 1689 waren neue Emporen mit 66 bemalten Tafeln errichtet worden. Nicht alle überlebten die Zeit. Heute sind noch 35 Bilder mit Szenen des Alten und des Neuen Testaments zu sehen, die im Herbst 2020 restauriert wurden.
Im Rahmen des Reinhardt-Programms 1933/34 überarbeitete der Leipziger Maler Emil August Moritz Block (1884-1966) die Monochromtechnik-Bilder für den Wiedereinbau in die neue Empore und malte wohl auch einige Bilder als Kopien selbst.
Auch heute noch ist das Gewölbe des Chorraumes als Himmel mit Blumengirlanden tragenden Engeln ausgestaltet. Doch die ursprünglich barocke Engelbemalung ließ sich aufgrund ihres fragmentarischen Erhaltungszustandes nicht wieder rekonstruieren.
Die Dresdner Jehmlich-Orgel von 1939, die unter Verwendung älterer Teile entstand, ist heute nicht mehr spielbar.
Großbardau hat drei Glocken: die kleinste (Jauck, Leipzig) von 1886, die mittlere und große Glocke (Schilling & Söhne, Apolda) von 1968.
Videoeinblick
Gemeinsam mit Muldental TV gewähren wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Kirche.
Ein Klick lohnt sich!
Kontakt
Kirchturm Großbardau
Alte Schulstraße
04668 Grimma OT Großbardau
Susann Donner (Pfarrerin)
susann.donner@evlks.de
034345 22008

