Kirche Erdmannshain
Die Kirche zu Erdmannshain ist eine der ältesten Kirchen unserer Region.
Zwischen 1150 und 1200 wurde sie als kleine romanische Kapelle errichtet. Im Jahr 1509 wurde sie Filialkirche von Albrechtshain und 1512 dem Kloster Eicha zugeordnet. Allerdings wurde der Ort wenig später evangelisch. 1529 soll Martin Luther bei seinem Freund Pfarrer Heinrich in Erdmannshain die Kirchenvisitation durchgeführt haben.
Die Nordempore aus dem Jahr 1512 gilt als ältestes Beispiel dieser Bauart in der Leipziger Pflege. 1703 bekam das Kirchlein einen neuen Turm, dessen Gewicht im Lauf der Jahre schwer auf den eichenen Deckenbalken lastete. Sie bogen sich so bedrohlich durch, dass 2003 Stahlträger eingezogen werden mussten. Ebenso wurde die Kassettendecke erneuert.
In der Renaissancezeit wurde die Kanzel eingebaut (17. Jahrhundert). Wenig später errichtete man die Süd- und Westemporen (1727), ebenso das Vorhäuschen, das zugleich als Leichenhalle diente. 1850 wurde die alte, aus dem Kloster Eicha stammende Glocke umgegossen.
Am 20.10.1943 vernichtete ein amerikanischer Bomber mit einer Luftmine in Erdmannshain vier Häuser total. Vier Menschen starben, viele waren ausgebombt. Auch das Kirchendach war schwer beschädigt und musste 1944 neu gedeckt werden.
Im Jahr 2006 wurde die Kirche als eine der Radwegekirchen am Parthe-Mulde-Radweg eingeweiht und ist von Ostern bis zum Reformationstag täglich geöffnet. Fahrradrastplatz und Wiesenlabyrinth laden hier zum Verweilen ein.
Videoeinblick
Gemeinsam mit Muldental TV gewähren wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Kirche.
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Kontakt
Kirchturm Erdmannshain
Eichaer Straße 19
04683 Naunhof OT Erdmannshain
Sebastian Kress (Pfarrer)
sebastian.kress@evlks.de
(Ab Februar 2026)

