Kirche Seelingstädt
Zu dieser Zeit war sie das einzig massive Gebäude im Ort. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt sie verschiedene Anbauten. So wurde 1717 das Kirchenschiff nach Westen hin verlängert und südlich eine große Herrschaftsloge angebaut. Darunter befand sich die Gruft für die Herrschaftsfamilie. Der Kirchturm bekam 1783 eine barocke Turmhaube und eine Wetterfahne.
1874 wurde die Kirche umfassend saniert und teilweise verändert. Die Eingänge an der Nord- und Westseite versah man jeweils mit einer Vorhalle, der Triumphbogen zwischen Kirchenschiff und Altarraum wurde erhöht und die Empore erneuert, die Orgel vom Eilenburger Orgelbauer Nicolaus Schrickel eingebaut. 1899 entstanden die drei bunten Fenster für die Ostseite des Altarraumes. 1928 gestaltete man den Innenraum der Kirche farblich neu: Emporen, Gestühl, Kanzel, Taufe und Orgelprospekt erhielten eine weiß-blaue bäuerliche Bemalung.
Die Kirche diente nicht nur als Versammlungsort der Gemeinde. In der Zeit der Pest wurde sie zum Spital, in dem Pestkranke von Nonnen gepflegt wurden. Die Bronzeglocken mussten dem 1. Weltkrieg geopfert werden.
1922 konnte dank vieler Spenden aus der Gemeinde das jetzige Geläut geweiht werden. Es ist das tiefste in der ganzen Gegend.
Videoeinblick
Gemeinsam mit Muldental TV gewähren wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Kirche.
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Kontakt
Kirchturm Seelingstädt
Trebsener Straße
04687 Trebsen OT Seelingstädt
Birgit Silberbach (Pfarrerin)
birgit.silberbach@evlks.de
Tel. 034383 62807

