Kirche "St. Martin" Nerchau
Vermutlich stand an dieser Stelle ursprünglich eine romanische Saalkirche. Sie wurde immer wieder umgebaut und neu gestaltet. In der Zeit der Gotik wurde der quadratische Turm an der Ostseite (Chorturmkirche) erhöht und mit einem Ostchor ergänzt. Im 18. Jahrhundert wurde der Turm umgebaut. Dieser barocke Turm hat eine Höhe von 30 m.
Der Jugendstilaltar der Kirche wurde 1964 an das Institut für Denkmalpflege in Dresden übergeben. Als Ersatz errichtete man einen schlichten steinernen Altar. Auf dem Weg zum Altar wird der Besucher von den ältesten historischen Bewohnern der Kirche begrüßt: einem Christkönig (15. Jahrhundert) und einem Taufengel (17. Jahrhundert).
Die jüngsten Bewohner bevölkern den Dachboden und den Kirchturm: Die Kirche ist Lebensraum für eine Fledermauskolonie und für Turmfalken.
Im Jahr 1830 erhielt die Kirche eine Orgel, die 1912 von der Firma Jehmlich (Dresden) grundlegend umgebaut wurde. Sie gilt seitdem als Jehmlich-Orgel. Das Orgelgehäuse ist klassizistisch gestaltet und wurde um Elemente des Jugendstils erweitert.
Im Jahr 1917 wurden die Glocken der Kirche beschlagnahmt und später durch Eisenhartgussglocken ersetzt. Das führte zu starken Schäden im Glockenstuhl. Seit 2009 verfügt die Kirche wieder über ein Bronzegeläut. Es wurde von der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer gegossen.
Die Kirche gehört zu den Radwegekirchen. Sie ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Videoeinblick
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Kontakt
Kirchturm Nerchau
Kirchstraße 4
04668 Grimma OT Nerchau
Markus Wendland (Pfarrer)
markus.wendland@evlks.de
Tel. 034382 41306

